Veranstaltung im Peter-Huchel-Haus

13. April 2026 | 19.30 Uhr

Katja Lange-Müller

In der Drehtür. Die Kunst des Erzählens

Moderation: Dieter Stolz

Diesmal gehen wir aufs Ganze - im Zentrum unseres Abends mit Katja Lange-Müller stehen die letzten drei Romane dieser großartigen Schriftstellerin: "Böse Schafe" (2007), "Drehtür" (2016) und "Unser Ole" (2024). Die Lesungen daraus sollen uns Anlass sein für neugierige Fragen und Abschweifungen ins weite Feld von Werk und Biografie einer ebenso sprachbewussten wie humorvollen Autorin. Unsere Hoffnung ist, auf diesem Wege all jene schönen Nebensachen zur Sprache bringen zu können, die es erlauben, die Hauptsache, Katja Lange-Müllers einzigartige Erzählkunst, sichtbar werden zu lassen. 2025 erhielt Katja Lange-Müller den Thomas Mann-Preis für ihre in einer unverwechselbaren Mischung aus Komik und Melancholie, Scharfsinn und Warmherzigkeit erzählenden Texte, die ohne Larmoyanz und Belehrungswahn von Außenseitern und Scheiternden in den Ausnahmezuständen des Alltags erzählen. Wir laden Sie ein zu einem Drei-Romane-Abend, den Sie keinesfalls versäumen sollten!

Katja Lange-Müller, geb.1951 in Ostberlin, zweifellos eine der wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, hat seit ihrem Debüt "Wehleid - wie im Leben" (1986) unsere Lebenswelt in zahlreichen ausgezeichneten Romanen, Erzählungen und Prosaminiaturen ausgeleuchtet: durch detailgenaue Milieubeobachtungen der Vor- und Nachwendezeit, durch Einblicke in die Falltüren der Liebe oder durch bitterkomische Geschichten mit einem feinen Sinn für prägnante Kürze und zwielichtige Wortgebilde. 1986 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis, 1995 den Alfred-Döblin-Preis für ihre zweiteilige Erzählung "Verfrühte Tierliebe", 2002 den Preis des ZDF, des Senders 3sat und der Stadt Mainz, 2005 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, 2008 den Preis der LiteraTour Nord, den Gerty-Spies-Preis und den Wilhelm-Raabe-Preis. In den Jahren 2012/2013 war sie Stipendiatin der Villa Massimo, erhielt den Kleist-Preis und war 2013/2014 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya Istanbul. 2017 erhielt sie den Günter-Grass-Preis, 2023 den Turmschreiberpreis der Stadt Deidesheim und 2025 den Thomas Mann-Preis.

Dieter Stolz, geb. 1960 in Münster, arbeitet als Lektor, Autor und Hochschullehrer, er lebt in Berlin.

Für Teilnahme / Reservierung bitte ausschließlich die Reservierungsfunktion auf unserer WebSeite benutzen – vielen Dank!

Peter-Huchel-Haus, Hubertusweg 41, 14552 Michendorf/Wilhelmshorst

Eintritt: 7 / 5 Euro

Reservierungsanfrage
29. Januar 2026 | 19.30 Uhr

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26. Februar 2026 | 19.30 Uhr

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Moderation: Bernadette Conrad

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Kulturnachbarn

An dieser Stelle möchten wir auf lohnenswerte Ziele in unmittelbarer Nachbarschaft des Peter-Huchel-Hauses hinweisen. Das Sommerhaus von Albert Einstein in Caputh am Schwielowsee liegt nur wenige Kilometer entfernt - entweder von Wilhelmshorst zu Fuß durch den Kiefernwald (5 km) oder mit dem Auto (8 km). Auch Potsdam ist nur 8 km von Wilhelmshorst entfernt. Wir empfehlen den Einsteinturm sowie die Schloss- und Parkanlagen der Landeshauptstadt (Sanssouci, Neuer Garten).