Veranstaltung im Peter-Huchel-Haus
Mit Jan Wagner, Nadja Küchenmeister, Ulf Stolterfoth, Rike Scheffler und Andreas Koziol / Lutz Seiler
"Der Mond im Wolkenkragen" - Potsdamer Lyriknacht
Lesung & Getränke
Moderation: Lutz Seiler
Auf jeder Shortlist der faszinierendsten deutschen Dichterinnen und Dichter unserer Gegenwart fänden diese fünf ihren Platz – wir laden ein zum großen Potsdamer Gipfeltreffen der Poesie mit Jan Wagner, Nadja Küchenmeister, Ulf Stolterfoth, Rike Scheffler und Andreas Koziol (präsentiert von Lutz Seiler). Alle fünf haben kürzlich neue Bücher vorgelegt:
„In ihrem neuen Band Der Große Wagen erweist sich Nadja Küchenmeister als eine Dichterin, deren federleichte und zugleich majestätische sprachliche Eleganz auf eindrücklichster Könnerschaft gründet“, schreibt die Jury zum kürzlich verliehenen Bettina-Brentano-Preis. Soeben erhielt sie auch den Peter-Huchel-Preis. Mit „rückkehr von krähe“ (Ernst-Jandl-Preis 2025) ist Ulf Stolterfoth gelungen, „eine epische Volkssaga zu dichten, eine Verserzählung von atemberaubendem Ausmaß und überbordender Kombinationslust. Was für ein Werk!“ schrieb Christian Metz in der FAZ. Rike Scheffler arbeitet übergreifend in Gebieten der Lyrik, Performance, Installation und Musik und hat mit ihren Lyrik-Performances international auf sich aufmerksam gemacht. Ihr Gedichtband „der rest ist resonanz“ erhielt den Orphil-Debütpreis für Lyrik, 2023 erschien „Lava. Rituale“. Der Büchnerpreisträger Jan Wagner hat mit „Tanzt die Orange“ gerade (mit Norbert Hummelt) eine einzigartige Anthologie herausgebracht: Rilke-Gedichte im Dialog mit neuer deutscher Lyrik – quer durch die Vielfalt heutiger Sprech- und Schreibweisen. Sein letzter Gedichtband „Steine & Erden“ erzählt einen neuen lyrischen Kosmos – von der Karottenrakete auf ihrem Weg zum Erdmittelpunkt bis hin zu Dürers „Rhinozeros“. „Der Dichter Andreas Koziol hat einen Namen und ist doch ein unbekannter Meister“, so hat es Henryk Gericke kürzlich in einem Nachruf geschrieben. Tatsächlich ist Koziols Poesie wunderbar einzigartig und elegant. Unerreicht ist sein funkenschlagende Gebrauch uns vertrauter Strukturen wie Reim und Strophe, die im Spannungsfeld von Benennen und Benanntem jenes „Letterleuchten“ (Koziol) erzeugen, das in den Farbtönen des Witzes, der Trauer und der Ironie ein betörend flirrendes Spiel treibt. Gelesen und vorgestellt wird Andreas Koziol von Lutz Seiler, der zugleich Herausgeber von Koziols zuletzt erschienenen Gedichtbands "Menschenkunde" ist (gemeinsam mit Henryk Gericke).
Eine Veranstaltung des Peter Huchel Hauses und des Brandenburgischen Literaturbüros mit Unterstützung durch die Land Brandenburg Lotto GmbH.
Das Peter-Huchel-Haus wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, dem Landkreis Potsdam Mittelmark, der Gemeinde Michendorf und dem Ortsteil Wilhelmshorst gefördert
Reservierungen bitte über die » Seiten des Brandenburgischen Literaturbüros «.
Judith Schalansky
Marmor, Quecksilber, Nebel. Woraus die Welt gemacht ist
Lesung & Gespräch
Moderation: Steffen Richter



An dieser Stelle möchten wir auf lohnenswerte Ziele in unmittelbarer Nachbarschaft des Peter-Huchel-Hauses hinweisen. Das Sommerhaus von Albert Einstein in Caputh am Schwielowsee liegt nur wenige Kilometer entfernt - entweder von Wilhelmshorst zu Fuß durch den Kiefernwald (5 km) oder mit dem Auto (8 km). Auch Potsdam ist nur 8 km von Wilhelmshorst entfernt. Wir empfehlen den Einsteinturm sowie die Schloss- und Parkanlagen der Landeshauptstadt (Sanssouci, Neuer Garten).

